
Ein anhaltender Geruch nach Abwasser im Haus ist mehr als unangenehm — er ist ein Warnsignal. Denn Kanalgeruch entsteht nur dort, wo Faulgase aus dem Abwassersystem entweichen können. Und wo Gase austreten, ist das System nicht mehr dicht oder nicht mehr funktionsfähig.
Wer die Ursache sucht statt nur den Geruch übertüncht, löst das Problem dauerhaft — und schützt sich vor gesundheitlich bedenklichen Gasen und teureren Folgeschäden.
Die häufigsten Ursachen
Kanalgeruch hat meist eine klar benennbare Ursache. Diese Punkte prüfen wir zuerst:
- Ausgetrockneter Geruchsverschluss (Siphon) an selten genutzten Abläufen — das Wasser, das die Gase abdichtet, ist verdunstet.
- Defekte oder falsch montierte Rohrbelüftung.
- Undichte Muffen, Risse oder Fehlanschlüsse in der Leitung.
- Defekter oder fehlender Geruchsverschluss an Bodenabläufen.
- Ablagerungen und Fäulnis durch verstopfte oder zu gering geneigte Leitungen.
Warum Duftsprays und Chemie nicht helfen
Duftsprays, WC-Steine und Geruchsbinder überdecken das Symptom für ein paar Stunden — die Ursache bleibt. Chemische Reiniger, in den Abfluss gekippt, greifen bei Undichtigkeiten sogar die Leitung weiter an. Der Geruch kommt zuverlässig zurück, oft stärker.
Weil die Quelle unsichtbar im Rohr oder im Boden liegt, führt an einer systematischen Ortung kein Weg vorbei.
So orten wir die Quelle
Mit dem Rauchtest machen wir undichte Stellen und Fehlanschlüsse sofort sichtbar: Künstlicher Rauch wird ins System eingeleitet und tritt genau dort aus, wo auch die Gase entweichen. Ergänzend zeigt die Kamerainspektion Risse, Ablagerungen und defekte Verschlüsse im Detail. So finden wir die Ursache zentimetergenau — ohne Aufgraben.
Auf Basis des Befunds folgt die gezielte Behebung: vom Auffüllen des Siphons über die Reparatur der Belüftung bis zur grabenlosen Sanierung der undichten Stelle.













