
Undichte Abwasserleitungen sind teuer und heikel: Sie führen zu Fremdwasser, durchnässtem Erdreich, Setzungen und im schlimmsten Fall zur Verschmutzung des Grundwassers. Damit das nicht passiert, verlangt der Gesetzgeber in bestimmten Situationen einen Dichtheitsnachweis.
Wer neu baut, saniert oder eine Immobilie kauft, sollte wissen, wann eine Dichtheitsprüfung Pflicht ist — und warum sie sich auch dann lohnt, wenn sie es nicht ist.
Wann die Prüfung vorgeschrieben ist
In diesen Fällen ist ein Dichtheitsnachweis in der Regel gefordert — die genauen Vorgaben regeln Kanton und Gemeinde:
- Bei Neubauten vor der Bauabnahme — ohne Nachweis keine Abnahme.
- Nach Sanierungen und Reparaturen an Abwasserleitungen.
- Bei Anschluss neuer Leitungen an das öffentliche Netz.
- Auf Verlangen der Behörde bei Verdacht auf Undichtigkeit oder Fremdwasser.
Warum sie beim Hauskauf schützt
Beim Immobilienkauf ist der Zustand der Abwasserleitungen oft ein blinder Fleck — sie liegen unsichtbar im Boden. Ein Schaden zeigt sich häufig erst Monate nach dem Kauf, und dann trägt der neue Eigentümer die Kosten. Eine Dichtheitsprüfung oder Kamerainspektion vor dem Kauf schafft Klarheit.
Der Aufwand ist gering im Vergleich zum Risiko: Eine unentdeckte Undichtigkeit kann eine fünfstellige Sanierung nach sich ziehen. Der Prüfbericht ist ausserdem ein starkes Argument in der Preisverhandlung.
So läuft die Prüfung ab — zerstörungsfrei
Moderne Dichtheitsprüfung kommt ohne Aufgraben aus. Je nach Situation kombinieren wir mehrere Verfahren: die Druckprüfung mit Luft oder Wasser für den normgerechten Nachweis, den Rauchtest zum Sichtbarmachen undichter Stellen und Fehlanschlüsse, die akustische Ortung sowie die hochauflösende Kamerainspektion, die Risse und Schäden im Detail dokumentiert.
Alle Arbeiten erfolgen über bestehende Schächte und Zugänge. Sie erhalten ein normgerechtes Protokoll nach SIA- und VSA-Standard — rechtssicher und für Bauabnahme wie Versicherung anerkannt.
Was der Nachweis wert ist
Ein Dichtheitsnachweis ist mehr als ein Formular: Er ist der dokumentierte Beweis, dass Ihre Leitungen dicht sind — für die Behörde, die Versicherung und den nächsten Käufer. Er verhindert Streit über Schadensursachen und ist die Grundlage für gezielte Reparaturen, falls doch etwas gefunden wird.













